Kompetente Antworten auf drängende Fragen!

Fragen beantworten, Wissen verbessern, Selbstakzeptanz und Selbstbewusstsein vermitteln, den Unterricht sinnvoll ergänzen: mit diesem Anliegen sprechen die Ärztinnen der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF) mit Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren. "Aufsuchende Prävention" heißt das Zauberwort – die Ärztinnen gehen dorthin, wo die Schülerinnen und Schüler zu finden sind, nämlich direkt in die Schulen. Wir verstehen unsere Arbeit als sozialkompensatorisch, deshalb werden wir vorrangig in Haupt-, Real- und Gesamtschulen tätig. Eine "Ärztinnenstunde" dauert pro Klasse 90 Minuten und in Hunderten von Schulen schätzen erfahrene Pädagogen diese Unterstützung in der schulischen Sexualerziehung.

Bei den 10- bis 14-Jährigen steht dabei das Thema Pubertät im Vordergrund: Die Körperveränderungen werden aufmerksam beobachtet, ihr Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus, mit der Menstruation und der Fähigkeit Kinder bekommen zu können, wollen erklärt und verstanden sein. Nur so kann all das, was auf die Jugendlichen von außen oder innen eindringt, für sie strukturiert und vorhersehbar werden. Viele Fragen beschäftigen sie: Ist es normal, wenn ich mit 13 noch keine Regelblutung habe? Warum hat man überhaupt die Regel? Was kann ich gegen Pickel tun? Darf ich während meiner "Tage" Sport treiben? Kann ich mit 12 schon Tampons verwenden? Wann muss ich zum Frauenarzt gehen und was passiert dort?

Auch älteren Jugendlichen fehlen häufig noch konkrete Vorstellungen über die zyklischen Abläufe in ihrem Körper. Zusätzlich haben sie viele andere Sorgen: Verhütung, Schwangerschaft, sexuell übertragbare Erkrankungen – sie haben Vieles gehört, können aber nur Weniges richtig einordnen. Die sexuellen Erfahrungen Gleichaltriger werden in der Regel grandios überschätzt, ab wann man eigentlich mit einem Jungen schlafen solle oder dürfe, beschäftigt viele Mädchen. Auch davon, dass man beim "1. Mal" nicht schwanger werden könne oder dass man von der Pille dick werde, davon sind viele überzeugt. Kondome werden beim ersten Geschlechtsverkehr als Empfängnisverhütungsmittel benutzt, aber als Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen wie Chlamydien oder Papillomaviren (HPV) haben sie sich noch nicht etablieren können. Hier gibt es großen Aufklärungsbedarf.

Antworten auf ihre Fragen könnten Jugendliche natürlich auch in Broschüren oder im Internet finden – aber die wenigsten können Gehörtes oder Gelesenes alleine zu verlässlichen Informationen verarbeiten und Wichtiges/Richtiges von Unwichtigem/Unrichtigen trennen. Hier genießt eine Ärztin, die sich zwei Schulstunden für die Klasse Zeit nimmt und Fragen kompetent beantwortet, großes Vertrauen. Oft bestehen die Jugendlichen darauf die Pause durchzumachen, und immer wieder hören die ÄGGF-Ärztinnen die Frage: "Können Sie nicht bald wiederkommen?"

In einer Evaluation bestätigte das Robert-Koch-Institut der ÄGGF im Jahr 2002 einen "signifikanten Erfolg", sowohl bezüglich des Wissenszuwachses als auch bezüglich der Akzeptanz des Unterrichtsgesprächs.

Die ÄGGF ist seit 1956 als gemeinnütziger Verein eingetragen und steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V., der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V.. Die Arbeit der ÄGGF wurde mehrfach ausgezeichnet (1999 Helmut-Stickl-Preis für Impfprävention, 2003 Preis Jugendmedizin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands e.V., 2005 Judith-Esser-Mittag-Preis der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendgynäkologie e.V.).

Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF)

Dr. med. Christine Klapp
Tel.: 030-79748091
e-mail: klapp@aeggf.de

Dr. med. Heike Kramer
Tel.: 09131-406607
Fax: 09131-406702
e-mail: kramer@aeggf.de

Ärztin Andrea Mais
Tel.: 02361-5824355
e-mail: mais@aeggf.de