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ÄGGF und Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung setzen das Projekt "Ungeplant schwanger - wie geht es weiter“ fort

Das Projekt "Ungeplant schwanger - wie geht es weiter?" der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung und der BZgA wird mit 800 Veranstaltungen bis zum Ende des Jahres 2020 fortgesetzt. Dies geschieht aufgrund des hochakzeptierten Settings und der ermutigenden Evaluationsergebnisse von 2017.

Als ÄrztInnen kennen die AkteurInnen der ÄGGF e.V. sehr unterschiedliche emotionale Situationen bei (ungeplanter) Schwangerschaft. Diese reichen vom relativ einfachen Ambivalenzkonflikt, wie er bei fast jeder Schwangeren vorkommt, bis zu schwerwiegenden existentiellen Gewissensnöten, die nicht selten Verheimlichung, Verdrängung oder Verleugnung der Schwangerschaft mit sich ziehen.

Die im Modellprojekt „Ungeplant schwanger- wie geht es weiter?“ 2015-2017 entwickelte ärztliche Unterrichtseinheit zeigte in der Evaluation signifikante Erfolge. Insbesondere bei älteren SchülerInnen der Interventionsgruppe gab es ausgeprägten Zuwachs an Wissen sowie deutlich mehr Intention zur Anwendung sicherer Verhütung und eine klar erhöhte Selbstwirksamkeitserwartung im Problemsituationen, als in der Kontrollgruppe.

Das erfolgreich hierzu entwickelte, erprobte und evaluierte Curriculum, das die Thematik "Unerwartete Schwangerschaft" in die schulische Sexualaufklärung der ÄGGF e.V. integriert, war zwei Jahre mit über 19.000 TeilnehmerInnen in 10 Bundesländern erfolgreich gelaufen und geht nun in die zweite Runde. Die positiven Ergebnisse der randomisiert kontrollierten Studie mit Wartekontrollgruppen 2016/17 zeigten bei den Schüler*innen der Interventionsgruppe eine deutliche Steigerung der Intention zur Nutzung von Pille und Kondom und einen ausgeprägteren Zuwachs an Handlungssicherheit  im Falle einer möglichen ungeplanten Schwangerschaft als bei Schüler*innen der Kontrollgruppe.

„Im Falle einer ungeplanten Schwangerschaft wüsste ich, wo ich Rat und Hilfe bekomme“ Trifft voll und ganz zu: 34,0% vor, 48,8% nach der Intervention in Form einer ärztlichen Informationseinheit. In der Wartekontrollgruppe gab es vor der Intervention erwartungsgemäß im selben Zeitraum keinen Wissenszuwachs.

SchülerInnen mit Migrationsgeschichte profitierten von der Intervention in gleicher Höhe wie die deutschen SchülerInnen, Mädchen in beiden Gruppen noch stärker als Jungen. Die meisten SchülerInnen bewerteten die Informationsstunde sowie die vermittelnde ÄrztIn als sehr positiv. Sie schätzen diese als wesentlich effizienter, praxisnäher und damit glaubwürdiger ein, als einen entsprechenden Unterricht durch eine Lehrkraft. Bei  SchülerInnen ab 17 Jahren waren alle Effekte noch ausgeprägter nachweisbar als bei den Jüngeren. Deshalb widmet sich das Folgeprojekt stärker dieser Altersgruppe. Hierbei sollen besonders SchülerInnen im Umfeld „Berufsbildende Schulen“ aufgesucht werden. Aufgrund ihres Alters und ihrer Lebenssituation sind diese SchülerInnen im Allgemeinen deutlich näher am Thema Schwangerschaft als z.B. zukünftige AkademikerInnen. In die Unterrichtseinheiten des Folgeprojekts fließen die gewonnenen Erkenntnisse des Erstprojekts auch in Bezug auf die Weiterentwicklung der Wissensvermittlung und der didaktischen Materialien ein.

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