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Neue Studie bestätigt: Weniger Fälle von Gebärmutterhalskrebs durch HPV-Impfung

Eine neue Studie aus Schweden bestätigt die Schutzwirkung der HPV-Impfung, wenn frühzeitig mit der Impfung begonnen wird.

Mädchen, die sich vor ihrem 17. Lebensjahr gegen humane Papillomviren (HPV) impfen ließen, erkrankten laut der schwedischen Studie bis zum 30. Lebensjahr zu fast 90% seltener an Gebärmutterhalskrebs. Die Ergebnisse der Studie wurden nun in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. 

Es wurden insgesamt Daten von 1.672.983 Mädchen und Frauen im Alter von 10 bis 30 Jahren ausgewertet, die im schwedischen Gesundheitsregister zwischen 2006 und 2017 festgehalten worden waren. Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen der HPV-Impfung und der Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs. Einflussfaktoren wie Alter und Lebensort wurden hierbei berücksichtigt. 

Die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs betrug laut Studie 47 Fälle pro 100.000 Frauen bei den Geimpften und 94 Fälle pro 100.000 Frauen bei den Nicht-Geimpften. Die Anzahl der Krebserkrankungen lag besonders niedrig, wenn die HPV-Impfung vor dem 17. Lebensjahr erfolgt war. Dies entspricht der vorherrschenden Meinung der Experten, nach denen die Impfung vor der Aufnahme von sexuellen Kontakten (und damit einer potenziellen Infektion) am effektivsten ist. 

Die Ärzt*innen der ÄGGF klären in den Informationsstunden an Schulen bundesweit Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern über die Risiken von HPV sowie über mögliche Schutzmaßnahmen auf. Denn nach wie vor erkranken jährlich ca. 7.000 Menschen aller Geschlechter an unterschiedlichen HPV-bedingten Krebsarten und zigtausende an behandlungsbedürftigen Vorstufen.

Quelle: 
Lei J et al. HPV Vaccination and the Risk of Invasive Cervical Cancer. New England Journal of Medicine 2020; 383:1340-8 

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