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Schwangerschaftsabbrüche bei minderjährigen Mädchen sind rückläufig

Nachdem die ÄGGF 2002 anlässlich eines Symposiums auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe die über Jahre stark gestiegene Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen thematisierte und in der Folge die Presse dieses Thema immer wieder aufgegriffen hat, sinken die Zahlen der Schwangerschaftsabbrüche in dieser Altersgruppe seit sechs Jahren anhaltend.

Nachdem in den Jahren zwischen 1996 und 2004 ein alarmierender Anstieg von Schwangerschaftsabbrüchen bei minderjährigen Mädchen verzeichnet wurde, ist jetzt seit sechs Jahren in Folge eine rückläufige Tendenz der Abtreibungszahlen zu beobachten. Diese positive Entwicklung ist auf vielfältige Bemühungen in der Aufklärungsarbeit von Jugendlichen von Seiten der Schulen, Sozialarbeit, Politik und politiknahen Institutionen zurück zu führen, die einsetzten, nachdem die ÄGGF auf das Problem zunehmender Schwangerschaften bei Jungendlichen aufmerksam gemacht hatte. „Schwanger mit 14“ betitelten wir ein Symposium auf dem Deutschen Gynäkologenkongress 2002 in Düsseldorf, nachdem in diesem Jahr die Zahlen der Schwangerschaftsabbrüche im Vergleich zu 1996 bei den unter 18-Jährigen um 66 Prozent zugenommen und sich diese bei den unter 15-Jährigen sogar mehr als verdoppelt hatten.

Das Thema war bis dahin politisch marginalisiert worden, offensichtlich deshalb, weil die Gesamtabtreibungszahlen für Deutschland sanken und die Zahlen minderjähriger Schwangerer im Vergleich zu andern Ländern nicht wirklich dramatisch erschienen. Als in der Prävention tätige Ärztinnen sahen wir das anders, denn uns ist jedes einzelne Mädchen, das zu früh oder ungewollt schwanger wird, eines zuviel. Egal, ob sich ein Mädchen zum Austragen einer Schwangerschaft entschließt oder einen Abbruch vornehmen lässt, ist das ein gravierender und nicht mehr ungeschehen zu machender Einschnitt in ihrer Biografie. Wir sahen mehrere mögliche Ursachen für die Tendenz zunehmender Schwangerschaften bei Jugendlichen und diese sollten thematisiert werden, damit ein Bewusstsein für die Situation geschaffen und entsprechende Präventionsangebote erweitert werden konnten.

Die Resonanz auf die sich dem Symposium in Düsseldorf anschließende Pressekonferenz war überwältigend und das Thema „Schwangerschaften bei Minderjährigen“ wurde seitdem von der Presse verfolgt. Als direkte Folge verzeichnetet die ÄGGF eine stark steigende Nachfrage von „ Ärztinnenstunden“ in den Schulen, denen wir mit unserer damaligen Kapazität nicht mehr nachkommen konnten. Wir nahmen dies zum Anlass die ÄGGF zu erweitern und auszubauen (s. u. „Erneuter Anstieg unserer Veranstaltungszahlen“).

In der rückläufigen Zahl der Schwangerschaften bei minderjährigen Mädchen sehen wir eine positive Tendenz, die uns bestätigt, dass unser Präventionsangebot dringend benötigt wird und sich großer Beliebtheit erfreut.

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